In einem Zusatz zum 46. „Moin & Glück Auf!“ berichte ich von einem Vorgang, der sich vor rund zwei Wochen im Europäischen Parlament in Straßburg ereignet hat. Kollegen aus dem Europäischen Parlament hatten Julia Mendel, eine ukrainische Journalistin und frühere Pressesprecherin von Präsident Wolodymyr Selenskyj, zu einem Vortrag eingeladen. Sie war zuletzt auch durch ein viel beachtetes Interview mit Tucker Carlson in den Vereinigten Staaten stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
Ich schildere, dass diese Veranstaltung über mehrere Monate geplant war und wir Frau Mendel am Eingang des Parlaments begrüßen wollten. Dort mussten wir jedoch feststellen, dass ihr der Zugang zum Europäischen Parlament verweigert wurde. Als Begründung wurde auf eine Sicherheitsvorkehrung verwiesen, die nach Anweisung der Parlamentspräsidentin erfolgt sei. Obwohl Frau Mendel also persönlich nicht vor den Abgeordneten sprechen konnte, gelang es mithilfe anderer Journalisten kurzfristig, eine Videoschalte in den Konferenzraum in Straßburg zu organisieren, sodass ihr Vortrag zumindest auf diesem Wege stattfinden konnte.
Besonders kritisch gehe ich darauf ein, dass nach meiner Darstellung auch die angekündigte Übersetzung ins Deutsche und Französische untersagt wurde. Für mich zeigt dieser Vorgang, dass die Einschränkung unerwünschter Meinungen und kritischer Stimmen nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene ein ernstes Problem geworden ist. Wenn selbst eine ukrainische Patriotin vor Abgeordneten des Europäischen Parlaments nicht frei sprechen kann, nur weil ihre Positionen offenbar nicht in das gewünschte politische Bild passen, dann ist das ein Vorgang, der nicht einfach hingenommen werden darf.
Ich ermuntere die Zuschauerinnen und Zuschauer, sich selbst mit dem Interview und den Aussagen von Julia Mendel zu beschäftigen und sich ein eigenes Bild zu machen. Zum Abschluss mache ich deutlich, dass wir das Präsidium des Europäischen Parlaments um eine schriftliche Stellungnahme gebeten haben. Sobald diese Antwort vorliegt, werde ich darüber erneut berichten.