Moin & Glück Auf! – Folge 43

In einer neuen Folge von „Moin & Glück Auf!“ berichte ich aus der ersten Sitzungswoche nach der parlamentarischen Sommerpause in Brüssel. Auch im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, in dem ich Mitglied bin, hat die Arbeit wieder begonnen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Fragen des Arbeitsschutzes, neue bzw. angepasste Grenzwerte für gefährliche Stoffe am Arbeitsplatz sowie psychosoziale Risiken, Stress und psychische Gesundheit im Berufsleben. Für mich ist klar: Wer in der Industrie, im Handwerk, in der Produktion oder in anderen belastenden Berufen arbeitet, muss darauf vertrauen können, dass seine Gesundheit bestmöglich geschützt wird. Arbeit darf nicht krank machen.

Zugleich mache ich deutlich, dass Politik bei diesen Themen verantwortungsvoll handeln muss. Der Druck in vielen Berufen steigt durch Arbeitsverdichtung, Personalmangel, permanente Erreichbarkeit und Unsicherheit. Darüber muss gesprochen werden, aber ohne daraus automatisch neue Bürokratie für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen. Entscheidend ist, dass Maßnahmen tatsächlich bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen und nicht nur neue Papiertiger entstehen.

Weitere Themen waren der EU-Haushalt für 2027 und die europaweite private Altersversorgung, das sogenannte PEPP. Ich erkläre, warum die Europäische Union sich aus meiner Sicht auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren muss und Gelder dort einsetzen sollte, wo sie den Menschen und der Wirtschaft wirklich nutzen. Bei der Altersvorsorge bleibt für mich klar: Für stabile und verlässliche gesetzliche Rentensysteme sind die Mitgliedstaaten verantwortlich. Die EU sollte diese Verantwortung nicht durch neue europäische Finanzprodukte ersetzen. Für Deutschland heißt das vor allem: gute Löhne, sichere Beschäftigung und eine gesetzliche Rente, die langfristig trägt.

Zum Abschluss gebe ich einen Einblick in die praktische Parlamentsarbeit: Rund 600 Seiten Unterlagen, acht Stunden Beratung und etwa 1.000 Einzelentscheidungen standen in dieser Woche an. Ich mache deutlich, dass hinter jeder Abstimmung viel Arbeit steckt und dass es mein Anspruch ist, bei diesen Entscheidungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger eine klare und verantwortungsvolle Position zu vertreten.