Grußwort anlässlich 25 Jahren ver.di – Gewerkschaftsjubiläum am 19.03.2026

Anlässlich 25 Jahren vereinter Dienstleistungsgewerkschaft – das ist ein Vierteljahrhundert Engagement für Gerechtigkeit, gute Arbeit und die Würde der Beschäftigten in unserem Land – gratuliere ich ver.di am 19.03.2026 recht herzlich!

Als Mitglied des Europäischen Parlamentes für das Bündnis Sahra Wagenknecht möchte stelle ich klar fest: Gewerkschaften wie ver.di sind wichtig – nicht nur als Interessenvertretung, sondern auch als Gegengewicht zu wirtschaftlicher Macht. Sie sind Stimme derjenigen, die tagtäglich den Laden am Laufen halten.

Wir erleben eine Zeit der großen Herausforderungen: Deregulierung, Privatisierung, Lohndumping, wachsende soziale Ungleichheit. Viele dieser Entwicklungen haben den Druck auf Beschäftigte erhöht – gerade im Dienstleistungssektor, wo Arbeitsbedingungen oft besonders schwierig sind. Viele Menschen kommen trotz harter Arbeit kaum über die Runden. Die Armut nimmt zu, während die Reichsten immer reicher werden.

Die Wirtschaft ist angesichts hoher Energiepreise und unzureichender Investitionen weiter auf Talfahrt, Industrieunternehmen wandern ab und der Zustand unserer Infrastruktur ist eine Schande.

Es herrscht die Sprache des Krieges und der Aufrüstung statt der Diplomatie. Endlose Summen werden für Waffen verpulvert, statt genügend Geld in die marode öffentliche Infrastruktur, gute Schulen, bezahlbaren Wohnraum und ins Gesundheitssystem zu stecken. Das ist doch der völlig falsche Weg: Wir müssen unser Land wieder funktions- und nicht kriegstüchtig machen.

Die Regierung Merz ist auf dem Holzweg, wenn sie die Axt an den Sozialstaat anlegt, um ein Aufrüstungsprogramm historischen Ausmaßes zu finanzieren.

Wir vom BSW wollen die Hochrüstung verhindern und eine Umkehr zu einer sozialen Verteilungspolitik durchsetzen: höhere Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften, hoher Einkommen und finanzstarker Unternehmen sowie Stärkung des Sozialstaats insgesamt. Eine starke Tarifbindung, einen handlungsfähigen Staat und Investitionen in öffentliche Infrastruktur. Respekt für die Arbeit von Millionen Beschäftigten. Dazu brauchen wir eine starke Friedensbewegung und starke Gewerkschaften, vor allem aber deren Zusammenwirken.

Ich wünsche uns Mut, Missstände klar zu benennen und viel Kraft im Kampf um eine friedliche, soziale und gerechte Gesellschaft!